Knapp 40 Personen trafen sich am 2. Juni, einem wunderschönen Sommerabend, um im Hönggerwald mehr zu erfahren, wie junge Vögel gross werden. In 2 Gruppen konnten sich die Teilnehmenden zuerst informieren, wie die unterschiedlichen Nester aussehen. Rund zwei Wochen sind nötig bis z.B. das unverkennbare Nest der Singdrossel gebaut ist. Am Posten waren auch ein Amsel- und ein Mönchsgrasmückennest und Bilder von weiteren Arten zu sehen. Nach einer Stärkung mit ganz besonderen goldenen Eiern wechselten die Gruppen.

Am 2. Posten ging es um die Höhlenbrüter. Wer alles zieht die Jungen in einer Höhle gross? Welche Vogelarten sind auf fertige Höhlen angewiesen, da sie nicht selber bauen können? Die interessierten Zuhörer stellten viele Fragen bevor es weiter zum Posten Spechtarten ging. Im Hönggerbergwald leben neben den Buntspechten auch Grünspecht, Schwarzspecht, Mittelspecht und ab und zu ist auch der Kleinspecht zu sehen. Wie gross ist der Höhleneingang eines Grünspechtes? Es galt die verschiedenen Lochgrössen der richtigen Spechtart zuzuordnen.

Dorothee Häberling berichtete von den Buntspechthöhlen, welche sie seit 1999 sucht und in einer Karte einzeichnet. Durchschnittlich konnte sie auf rund 85 ha des Hönggerwaldes 12 Höhlen pro Jahr entdecken, in welchen Junge aufgezogen wurden. Gute Höhlenbäume werden immer wieder benutzt, aber jedes Jahr gibt es auch neugebaute Höhlen. So vergrössert sich das Angebot und auch die anderen Arten, die nicht selber bauen können, haben eine Chance.

Zum Abschluss konnte die Fütterung der Jungspechte life beobachtet werden. Meist war es Vater Specht, der seinen, bereits aus der Höhle schauenden Jungen Futter brachte. Dieses Schauspiel fasziniert jedes Jahr und alle freuten sich, dass es möglich war eine besetzte Höhle am richtigen Datum zu finden. Der Brutbeginn kann von Jahr zu Jahr um mehrere Wochen divergieren, so dass die Planung Glückssache ist. Die spannenste Phase mit Jungspechten, die rausschauen dauert nur knapp eine Woche, dann fliegen sie aus und können nur noch schwierig in den belaubten Bäumen entdeckt werden. Nach einer Stärkung mit Holundersirup und Vogelnestchen, machten sich die Teilnehmenden zufrieden auf den Heimweg.

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