In schneereicher Umgebung starteten 15 Teilnehmer in die Wasservogelexkursion am Pfäffiker Ried an der Grenze von Pfäffikon zu Freienbach kaum ahnend, was uns erwarten wird. Weit gefehlt „kein Vogel in Sicht“! Was sich alles gezeigt hat, glich einem Wasservogelspektakel. Wir entdeckten im Schneefeld eine Bekassine, die mit ihrem geraden Stocherschnabel auf Nahrungssuche nach Würmern und Insekten ging.

Die Leitenden Ernst Weiss und Lydia Buholzer führten die Gruppe zum Pfäffiker Ried. Hinter dem Ried verbirgt sich eine über 100-jährige Naturschutzgeschichte, wie uns Ernst Weiss erzählte. Zu Beginn wurde das Gebiet vor Jagd und Fischerei unter Schutz gestellt. Das Flachmoor von nationaler Bedeutung des Pfäffiker Rieds war bis vor der Renaturierung vor 2 Jahren weder mit dem Riethofbach noch mit dem See vernetzt. Der Riethofbach war durch eine schnurgerade Führung des Bachlaufes mit Betonschalen zugebaut gewesen. Durch die Renaturierung 16/17 des Bachbetts und dessen Entdolung wurden neuer Lebensraum, Laich- und Nahrungs- und Wohnraum für Libellen, Seeforellen und Hechte geschaffen. Geschützte Flachufer durch die im See vorgelagerten Kiesbänke bieten ideale Wachstumsbedingungen für Wasserschilf und ermöglichen dadurch wichtige Lebensräume für unzählige Jungfische und Vogelarten. Eine Sichelente hielt sich im Pfäffiker Ried auf, wahrscheinlich ein Gefangenschaftsflüchtling, der sich seine Freiheit wieder erkämpft hatte. Auch der Bergpieper, der sich sein Futter als Vertikalzieher in den tieferen Gefilden holt, hüpfte im Gras umher.

Grosse Brachvögel wie auch der Flussuferläufer zeigten sich in kleinen Gruppen fliegend durch das Pfäffiker Ried. Der Flussuferläufer liess sich durch seinen nervösen Nadelstich-Flugstil erkennen. Neben Schnatterenten, Reiherenten, Stockenten, erkannten wir auch Kolbenenten, die zahlreich die Flachseezone nach Nahrung absuchten oder sich mit dem Schnabel in ihr Federkleid einkuschelten.

Wir entdeckten in nächster Nachbarschaft eine Silber- wie auch eine Mittelmeermöwe, die sich vor allem im Schlichtkleid durch die anders farbigen Beine und den Augenring unterschied wie auch durch die kürzere Handschwingenprojektion der Mittelmeermöwe. Ganz klar entdeckten wir auch eine Sturmmöwe, die sich durch ihren gelbschwarzen Schnabel und ihre grün-gelben Beine im Schlichtkleid auszeichnete. Zwergtaucher, Haubentaucher und sieben Schwarzhalstaucher konnten weiter draussen auf dem Wasser gesichtet werden. Diese Arten sind fähig, einige Meter tief nach Nahrung zu tauchen. Alles in Allem war es eine gelungene, abwechslungsreiche Exkursion.

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