Dötra – einige Impressionen zu einer megaschönen und äusserst 'ergiebigen' Exkursion am 22. und 23. Juni 2019

Die Zuversicht war stärker als die Skepsis: ich denke, alle waren froh, dass Dorothee der Durchführung dieser Exkursion grünes Licht erteilte. Und alle waren froh, nach der langen Hinfahrt dem Regen erst einmal aus dem Restaurant zuzuschauen – Kaffee!

Zum Glück wars mit dem Regen nicht einmal halb so schlimm, und schon gleich von Beginn weg machten uns die einheimischen Vögel in regelmässiger und dichter Abfolge ihre Aufwartung: Steinschmätzer, Bergpieper,.eine Heckenbraunelle, die sich wie bestellt gleich auf der Siztstange vis-à-vis präsentierte und ihren Gesang zum Besten gab, u.v.m.

Bis ins Detail erklärte uns Dorothee, worauf es bei jeder Art speziell zu achten gilt. Und Arten gabs genug – 39 waren's laut 'offizieller Zählung' am Ende des Tages, und am Sonntag kamen noch weitere 10 dazu!. Aber nicht nur Vögel, noch viel mehr Pflanzen zeigten sich in geradezu paradiesischer Pracht. Sehr selten waren nur jene Blumen und Kräuter, für die unsere Leiterin und all die andern Botaniker unter uns, insbesondere auch Co-Organisator Christian, keine Namen wussten. So ganz nebenbei erläuterte uns Dorothe auch noch ganz viel erstaunliches und erheiterndes über Tagfalter, Nachtfalter und tagaktive Nachtfalter. Christian wiederum führte uns in sein neues Hobby 'Libellen' ein, und Stefans Begeisterung für Amphibien sorgte für weitere Einblicke (in trübe Tümpel). Die wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaft trug noch das ihre dazu bei, dass man vor lauter Eindrücken hätte richtig satt sein können. Trotzdem wurde es wieder hecktisch, wenn man plötzlich zu Gesicht bekam, worauf man insgeheim so gehofft hatte; und meist gesellte sich dann noch eine weitere 'Rarität' dazu. Christian ortete blitzschnell jeden Vogel, selbst den Kukuk in grosser Entfernung, und alsogleich zeigte er ihn in seinem Spektiv Die breite Palette der Finken, Drosseln, Meisen - der Grünschnabel war doch etwas überfordert! Auch Steinrötel, Steinadler, ..... - und Steinböcke bakamen wir zu Gesicht, ebenso Gemse, Hirsche, Murmeli, Hasen.

Nach dem Auffinden einer Wasseramsel an erwarteter Stelle und einem Erfrischungshalt in Aquacalda ging es nun steil hinauf zur Croce Portera. Der Aufstig war aber bald geschafft, und es folgte ein sanfter Abstieg über blühende Alpweiden zum Tagesziel Dötra.

In der modern eingerichteten 'Capanna' gab's am grossen Tisch einen feinen z'Nacht. Danach zog es uns aber bereits wieder auf einen Dämmerungsspaziergang. Dominant: der Gesang der Drosseln.

Auch den nächsten Tag läuteten wir – bei nun herrlichstem Wetter - mit einem kleinen 'Morgenturnen' ein: zuerst tüchtig hinab, dann wieder steil hinauf: nun war der z'Morge auf der Terrasse aber wohlverdient! Vor dem endgültigen Aufbruch konnten wir noch in aller Ruhe dem friedlichen Mückenfangen des Hänfling zuschauen. Auf einer schönen Querung oberhalb Dötra gelangten wir nach Anvéuda, wo die Pracht der Magerwiesen, von der ansässigen Bevölkerung sehr rücksichtsvoll bewirtschaftet, schlicht umwerfend war. Dass sich darin z.B. das Braunkehlchen sehr wohl fühlt, hat uns dieses grad selber demonstiert. Natürlich gab es auch an diesem 2.Tag sehr viele Tiere und Pflanzen zu bestaunen, zudem führten uns Wald- und Berglaubsänger ihre unterschiedlichen Gesänge vor. All die zu Protokoll geführten Vogelarten aufzuzählen, sprengte hier den Rahmen, doch erwähnt werden muss noch der Gatenrotschwanz. Er machte der Hälfte der Gruppe, die nicht so eilig nach Hause wollte, ganz zum Schluss seine Aufwartung, für einige Minuten und in bester Manier - bei der gemütlichen Gartenbeiz!

Es war eine in jeder Hinsicht wunderbare Exkursion, wir wurden von der Natur richtiggehend verwöhnt! Mein/unser herzlicher Dank geht an Dorothee und Christian. Ihr habt alles bestens organisiert und uns Euer erstaunlich breites Wissen geduldig und spannend vermittelt!

Philippe (Text), Fotos: Ursi und Do, Artenliste

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